Soziale Betriebe sind Instrumente zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration von Perso-nen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als benachteiligt gelten und bei denen ein erhöhter Förder-bedarf besteht. Soziale Betriebe bieten marktfähige Dienstleistungen an und nutzen ihre betriebliche Infrastruktur vorrangig dazu, die Entwicklung der beruflichen und sozialen Kompetenz der Maßnahme-teilnehmer/innen nachhaltig zu fördern. In diesem Sinne sind Soziale Betriebe stets Zweckbetriebe gemeinnütziger Körperschaften.
Die Grundlage des Integrationskonzepts bilden die vertraglich fixierten Vereinbarungen zwischen Be-trieb und Maßnahmeteilnehmern/innen in Form von Beschäftigungs-, Arbeits- bzw. Ausbildungs- / Um-schulungsverträgen. Damit werden die Teilnehmer/innen in den Arbeitsprozess und in die betriebliche Infrastruktur eingebunden. Zusätzliche Beratungs- und Bildungsangebote, die sich stets am individuel-len Entwicklungsbedarf orientieren und im Kontext zum betrieblichen Geschehen stehen, stellen si-cher, dass der Soziale Betrieb ein ganzheitliches Förderkonzept verfolgt.
Soziale Betriebe sind ein ergänzendes Angebot zum Regelsystem der beruflichen Bildung und Be-schäftigungsförderung. Soziale Betriebe bieten im Vergleich zu Schulen, Maßnahmen in Lehrgangs-form oder Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten, durch ihre zusätzliche betriebliche, praktische Aus-richtung ausgezeichnete Rahmenbedingungen zur Intensivierung der individuellen Förderung und sind in dieser Hinsicht anderen Maßnahmetypen deutlich überlegen.